face-to-face Gottesdienst in Hollfeld

„Berufung“ – wo ist mein Platz? Wo fühle ich mich Jesu nahe? Wo ist er bei mir?

Um diese und ähnliche Frage ging es am Sonntag in einem besonderen Gottesdienst in Hollfeld. Wir vom Team Berufe der Kirche (Domvikar Mayr, Gemeindereferentin J. Stößel und Sr. Veronika) waren in der Pfarrei Mara Himmelfahrt in Hollfeld zu Gast und durften mit vielen enggierten Ehrenamtlichen in einer gut besuchten Kirche einen besonderen Gottesdienst feiern.

Schon vor Beginn des Gottdienstes, als die Menschen in die Kirche kamen, zeigten sich einige erstaunte Gesichter: Die Kerzen am Altar brennen noch gar nicht! Was ist da los? Hat der Messner verschlafen? Erst um 10 Uhr, als der liturgische Dienst schon einziehen sollte, tritt der Messner aus der Sakristei und zündet die Kerzen am Altar und am Hochaltar an und… nein, verschwindet nicht in der Sakristei sondern tritt ans Mikro und spricht darüber, warum er sich ehrenamtliche in der Kirche engagiert, als Mesner und in der Jugendarbeit und dass er sich dabei Jesus nahe fühlt.

Erst jetzt erklingt die Orgel, der liturgische Dienst zieht ein und weiter geht’s.

Nach der liturgischen Eröffnung durch Domvikar Robert Mayr als Hauptzelebranten stellt sich die große Frage: Berufung?! Was ist das? Was heißt das? Was bedeutet dieses Wort? Das Schöne am diesem deutschen Wort ist, dass es zum Teil schon selbsterklärend ist….

…zumindest wenn man die Worte, die in diesem Wort „BERUFUNG“ stecken, sichtbar macht und analysiert. Und dazu mussten alle mit ran. Die Ministrantinnen und Ministranten hielten die Buchstaben des Wortes Berufung hoch und die Gottesdienstbesucher durften diese Worte suchen. Heraus kam folgendes:

ER, also unser Gott
RUFt dich
in eine bestimmte Aufgabe oder auch einen BERUF hinein
und er möchte, dass du dabei FUN, also Spaß hast
und zugleich aber auch ganz du selbst, also authentisch sein kannst und ihm ganz nahe: just BE!

Eigentlich ganz einfach J

Im Verlauf des Gottesdienstes gab es dann an verschiedenen Stellen noch weitere Statements von Menschen, die mit Kirche zu tun haben und sich in verschiedenen Bereichen engagieren: im Ordensleben, im Religionsunterricht und in der Schule. Mitten im Alltag kann Jesus uns nahe sein. Passend dazu ging Domvikar Mayr in seiner Predigt auf das Tagesevangelium ein (Mt 10,35-40) ein, in dem zwei Jünger Jesus bitten, in seinem Reich auf den Plätzen links und rechts von ihm sitzen zu dürfen. Jesus jedoch vergibt keine besonderen Plätze, sondern er lädt Jeden und Jede von uns ein ihm nahe zu sein bei dem was er/sie gerade tut, egal ob in der Schule, in Beruf, im Sportverein, im stillen Gebet oder in der Familie.

Es war ein sehr gelungener Gottesdienst  mit einer dichten Atmosphäre und so gingen wir von der Stelle Berufe der Kirche, die Beteiligten und, den positiven Rückmeldungen nach zu urteilen, die versammelte Gemeinde im neuen Impulsen reich beschenkt nach Hause.

 

Hollfeld Face-to-Face